Kochen hatte vor einigen Jahren einen hohen Stellenwert bei mir und ich stand gerne mal mehrere Stunden in der Küche. Dies hat sich im Verlauf der Zeit geändert. Gutes Essen ist mir noch immer wichtig, nur darf die Zubereitung einfacher und weniger zeitintensiv sein. Somit präsentiere ich hier meine Küchenhelfer, mit welchen mir meine Sachen ohne Hexerei gelingen.
Einige dieser Küchenhelfer sind für mich ein Must-have in der Küche, andere gehören eher in die Kategorie Luxus und Nice-to-have.
Sous-Vide wird oft als professionelle Zubereitungsmethode bezeichnet. Ich bezeichne es als: einfache, geling sichere Zubereitungsart für Jedermann. Durch die Zubereitung bei konstanter niedriger Temperatur gelingt das Fleisch einfacher und schmeckt wie aus der Sternenküche. Alles was es dafür braucht ist ein Vakuumiergerät, Beutel zum vakuumieren und ein Sous-Vide Stab oder ein Sous-Vide Gerät. Aus meiner Sicht reicht ein Stab, welcher nicht sehr viel Platz in der Küche benötigt im Gegensatz eines Sous-Vide Garer. Der Stab wird an einem vorhandenen Küchentopf befestigt und erhitzt das Wasser auf die gewünschte Temperatur. Natürlich muss ein entsprechend grosser Kochtopf vorhanden sein. Sous-Viden lässt sich übrigens auch im Thermomix.
Der Sous-Vide Stab gehört für mich definitiv zu den Nice-to-have Geräten, auf welches ich nicht mehr verzichten möchte, auch wenn ich das Gerät nur wenige Male zu speziellen Gelegenheiten benutze.
Ohne Vakuumiergerät kann man nicht sous-viden, denn das Gargut wird im Plastikbeutel vakuumiert im Wasserbad gekocht. Somit wer sous-viden möchte, egal ob mit Thermomix oder mit einem Sous-Vide-Stab, der benötigt eines. Es braucht aber kein spezielles Profi-Gerät. Ein günstiges reicht allemal.
«Isa, du kannst zu gut kochen, der Thermomix ist nichts für dich. Der ist eher für Leute, die nicht kochen können». Dies war eine der ersten Aussagen, welche mir eine Kollegin schrieb, als ich sie nach der Erfahrung mit einem sogenannten Multifunktionsroboter gefragt habe.
Auch in weiteren Gesprächen habe ich noch 1-2 x gehört: «Ich habe einen und bin sehr happy, da ich überhaupt nicht kochen kann».
Also was ist dran? Ist der Thermomix nur für Menschen, die nicht kochen können? Mein ausführlicher Erfahrungsbericht zum Multifunktionsgerät Thermomix erfährst du im Blog.
Nur schon soviel vorab: dieses Gerät möchte ich in meiner Küche nicht mehr missen, auch wenn der Anschaffungspreis sehr hoch dafür ist.
Der Thermomix hat einen stolzen Preis, den sich nicht jeder leisten kann oder will. Muss man auch nicht. Viele Funktionen lassen sich mit einem Stabmixer ebenso bewerkstelligen. Viele Stabmixer kommen heute mit Zubehör wie z.B. einem Aufsatz zum pürieren oder einem Häcksler. Damit lässt sich z.B. ein Apfel fürs Birchermüesli zerkleinern, anstelle zu raffeln. Oder auch Ingwer-Shots lassen sich damit herstellen, sofern der Mixer genügend Power hat. Dies sollte bei der Anschaffung eines solchen beachtet werden.
Die heutigen Heissluftfritteusen bieten immer mehr Möglichkeiten. Längst lassen sich damit nicht nur Speisen ohne Öl frittieren, sondern auch backen, was gerade bei kleineren Mengen eine energiefreundliche Alternative zum Backofen darstellt.
Einige Geräte geben an, dass mit ihnen auch das Dörren möglich ist. Doch Vorsicht: Oft dörren diese Geräte bei höheren Temperaturen im Vergleich zu speziellen Dörrgeräten. Viele hitzeempfindliche Vitamine, wie Vitamin C oder B-Vitamine, zerfallen jedoch schneller bei höheren Temperaturen. Ein Airfryer ist für mich eine grossartige Anschaffung, auf den ich persönlich nicht mehr verzichten möchte, aber kein Must-have.
Ich besitze ein kleines Dörrgerät, in welchem ich auch selbstgemachten Joghurt herstellen kann. Seit ich den Thermomix habe, hätte ich auch die Möglichkeit Joghurt in diesem zuzubereiten. Dörren könnte man theoretisch auch in einem Backofen oder wie oben geschrieben in einer Heissluftfriteuse. Aber solange ich keine Heissluftfriteuse besitze, mit welcher ich schonend - also bei tieferen Temperaturen - dörren kann, finde ich dieses Gerät schon sehr sinnvoll, wenn man es regelmässig braucht. Wer nur ganz selten etwas dörren möchte, der leiht sich besser ein Gerät aus, z.B. via Sharely. Ich selbst nutze ihn zum Herstellen von z.B. Gemüsepulver und eigentlich auch weiterhin für die Herstellung von Joghurt, da ich es mich schon so gewohnt bin.
Hat man ein, nutzt man sie - hat man keine, gibt es mehrere andere Möglichkeiten, wie man sich ebenso ein Eis zubereiten kann. Z.B. können Früchte gefroren und gemixt werden. Die Vorteile einer Eismaschine bestehen aus meiner Sicht hauptsächlich darin, dass man spontan ein Eis zubereiten kann. Die mir anderen bekannten Varianten beinhalten immer einen vorgängigen Gefrierprozess von mehreren Stunden.
Ja, ich besitze auch eine Pastamaschine. Eine solche Maschine ist aus meiner Sicht ein reiner Luxus, um frische Pasta zuzubereiten. Aber sie macht schon Spass. Respektive, ist die Zubereitung damit sehr einfach und schnell, wenn man mal den Durchblick hat, was verschiedene Mehle anbelangt. Finde hier alle Informationen, welche du zu selbstgemachter Pasta wissen musst.
Viele sagen, der Thermomix helfe dabei, Zeit in der Küche zu sparen. Stimmt das wirklich?
Nach fast zwei Jahren mit dem Gerät kann ich sagen: Jein.
Wir haben uns den Thermomix genau aus diesem Grund angeschafft – um wieder frischer zu kochen, ohne mehr Zeit in der Küche zu verbringen. Die Vorstellung war klar: Zutaten rein, Knopf drücken, fertig. Doch haben wir dieses Ziel tatsächlich erreicht?
Ich habe das Brotbacken entdeckt. Brunch und Apéros liebte ich ja schon immer und jetzt kann ich auch noch die Brote dazu selbst herstellen und probiere entsprechend viel aus. Da ich zurzeit mehr produziere, als wir direkt essen können, gibt es eine neue Herausforderung: hartes Brot. Was ich damit mache, zeige ich hier.
Eigentlich bin ich der Meinung: Beim Essen sollte man nicht sparen. Essen ist der Brennstoff für unseren Körper. Es beeinflusst unsere Energie und langfristig auch unsere Gesundheit. Und doch kann man beim Essen viel Geld sparen – abhängig davon, was man isst. Nicht durch Verzicht, sondern durch bewusste Entscheidungen im Alltag.