Viele Menschen kommen im Herbst auf die Idee, ihrem Hund das Trüffelsuchen beizubringen. Kein Wunder: In dieser Jahreszeit tauchen Trüffel in vielen Restaurants auf den Speisekarten auf, und gleichzeitig werden zahlreiche Trüffelkurse angeboten.
Der grosse Vorteil liegt auf der Hand – man kann direkt draussen in der Natur üben, mit der realistischen Chance, echte Trüffel zu finden.
Aber ist das wirklich der richtige Zeitpunkt?
Die Trüffelsaison im Spannungsfeld von Zeit und Training
Die Dauer der Trüffelsaison ist stark vom Witterungsverlauf abhängig. Niederschläge oder auch längere Trockenperioden beeinflussen, wie gut Trüffel wachsen und auffindbar sind. Zusätzlich kann die Saison je nach Region stark variieren – während sie in manchen Gebieten relativ konstant verläuft, ist sie andernorts kurz oder unberechenbar.
Wie viel innerhalb dieser Zeit erreicht werden kann, hängt dann stark davon ab, wie regelmässig trainiert wird und wie schnell der Hund lernt. Beginnt man mit einem Hund ganz neu, braucht es vielleicht mehr Zeit, bis er wirklich verstanden hat, wonach er sucht und wie er dies zuverlässig anzeigen soll. Je nach Trainingsintensität, Lernfortschritt des Hundes und des saisonalen Verlaufs kann die Saison schneller vorbei sein, als dass sich eine stabile und sichere Suche aufbauen lässt.
Mit sehr viel Zeit und intensivem Training ist natürlich auch innerhalb einer Saison einiges möglich – für viele Mensch-Hund-Teams ist das im Alltag jedoch schwer umzusetzen.
Warum ein früher Trainingsstart sinnvoll ist
Deshalb erachte ich es als sinnvoll, deutlich früher mit dem Trüffeltraining zu beginnen – unabhängig von der eigentlichen Trüffelsaison.
Theorie: Vegetation und Standorte lesen lernen
Ein zentraler Bestandteil der Trüffelsuche ist das Wissen über Vegetation und mögliche Standorte. Dieses Wissen lässt sich wunderbar im
Selbststudium aneignen.
So kann man das ganze Jahr über bei Spaziergängen durch Wälder und Wiesen die Augen offen halten und beginnen, potenzielle Trüffelplätze anhand der
Vegetation zu erkennen.
Grundlagenarbeit mit dem Hund
Parallel dazu kann man den Hund bereits früh an die Sucharbeit heranführen, zum Beispiel durch:
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das Erlernen der Suche eines bestimmten Geruchs oder Geschmacks
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den Aufbau eines klaren und sauberen Anzeigeverhaltens
Optimal ist es natürlich, wenn man mit gefrorenen Übungstrüffeln arbeiten kann. Diese eignen sich hervorragend für den Aufbau.
Aber auch ohne Trüffel lassen sich Suchverhalten und Anzeige zuverlässig vorbereiten.
Ausbildungsleitfaden
Für alle, die sich gerne eine Wissensbasis über die Vegetation und die Grundlagen der Ausbildung des Hundes erarbeiten möchten, habe ich mein Wissen in einem Ausbildungsleitfaden zusammengefasst. Auf über 30 Seiten werden 10 verschiedene Themen behandelt. Von der Geschichte der Trüffel zu den verschiedenen Arten, Vegetation, über den Aufbau der Suche, des Anzeigeverhalten und und und...
Unterstützung
Wer sich Begleitung wünscht, darf sich sehr gerne an mich wenden – ich unterstütze Mensch-Hund-Teams individuell auf diesem Weg.
Auch viele Trainer:innen aus dem Bereich Tricktraining oder Objektsuche können wertvolle Hilfe leisten, insbesondere beim Aufbau des Anzeigeverhalten. Eine gute Anlaufstelle ist zum Beispiel Dogdance Schweiz, wo du Anbieter:innen in deiner Region findest.
Fazit
Der ideale Zeitpunkt, mit dem Trüffeltraining zu beginnen, ist nicht erst im Herbst, sondern davor.
Wer früh startet, nimmt Druck aus der Saison, baut saubere Grundlagen auf und kann die eigentliche Trüffelzeit später entspannter geniessen – mit einem Hund, der bereits versteht, was er tun
soll.
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