Backen gehörte lange nicht zu meinen Stärken – eher im Gegenteil. Ich habe es versucht, Rezepte befolgt, und trotzdem landeten die Ergebnisse oft irgendwo zwischen „geht so“ und „lieber nicht noch einmal“. Bis vor Kurzem dachte ich, mir fehle einfach das Talent. Heute weiss ich: Es lag nicht nur an mir.
Nicht mehr Können – aber besseres Werkzeug
Vor Kurzem haben wir unsere Küche umgebaut. Der sehr alte Backofen, der die Hitze unregelmässig verteilte, wurde durch einen modernen Combi-Steamer ersetzt. Und damit kam ein neuer Aha-Moment.
(Einen ersten solchen Moment hatte ich bereits, als ich den Thermomix testete und einen Butterzopf einmal mit der klassischen Knetmaschine und einmal mit dem Thermomix zubereitete und verglich. Hier geht es zum Blog: Thermomix - Mein Erfahrungsbericht aus einer Woche testen)
Am 6. Dezember, zu Samichlaus, wagte ich mich dann erstmals mit dem neuen Setting an Grittibänzen.
Dafür habe ich:
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den Teig im Thermomix zubereitet
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ihn im Combi-Steamer mit Dampfzugabe aufgehen lassen
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und ihn anschliessend ebenfalls im Combi-Steamer – wieder mit Dampfzugabe – gebacken
Was soll ich sagen?
Das Ergebnis hat mich begeistert. Ich hatte noch nie einen so fluffigen, weichen und perfekt gelungenen Grittibänz. Keine trockene, brösmelige
Masse mehr, wie ich sie von früheren Jahren kannte.
Ausrüstung, Anleitung, Übung – oft die halbe Miete
Diese Erfahrung hat mir erneut gezeigt: Ob man etwas gut oder schlecht kann, liegt manchmal weniger am Talent als an den richtigen Hilfsmitteln. Das gilt nicht nur fürs Backen.
Die Basis muss stimmen – und dazu zählen für mich Ausrüstung und Wissen. Deshalb lohnt es sich aus meiner Sicht, wenn man etwas Neues lernen möchte, frühzeitig einen Kurs zu besuchen, um sich Grundwissen anzueignen. Egal bei was. Die Anschaffung des passenden Equipments folgt dann im zweiten Schritt. (Und gutes Equipment heisst nicht automatisch, dass es das teuerste Gerät sein muss.)
Natürlich kann man in einer Mietwohnung nicht einfach den Backofen austauschen. Wer aber z.B. Backen als neues Hobby entdeckt und wie ich wenig Talent mitbringt, wird es mit einer schlechten Ausstattung schwerer haben, vergleichbare Ergebnisse zu erzielen.
Früher hatte ich die Motivation, in der Küche alles selbst herstellen zu wollen. Doch bei gewissen Dingen – zum Beispiel beim Brotbacken – führte das bei mir eher zu Frust als zu Freude.
Heute ist es einfacher. Nicht, weil ich plötzlich talentierter wäre, sondern weil mir die bessere Ausrüstung es erleichtert. Und genau das hat
etwas Entscheidendes verändert:
Seit ich Erfolgserlebnisse habe, beschäftige ich mich plötzlich intensiver mit dem Thema. Ich lese mehr darüber, probiere Neues aus,
vertiefe Techniken – nicht aus Pflicht, sondern aus Freude. Der Erfolg nimmt den Frust und macht neugierig. Mit dem Erfolg kommt die Motivation,
weiterzulernen.
Natürlich braucht es auch Fleiss und Übung. Das weiss ich vom Modellieren mit Marzipan. Wenn ich meine Werke von früher mit heute vergleiche, sieht man den Unterschied deutlich. Doch auch hier kam der Fortschritt nicht nur durch Übung, sondern durch Wissen und Unterstützung. Damals musste ich mir vieles mühsam selbst aneignen, weil es kaum Blogs oder Kurse gab.
Um heute selbst zu helfen und anderen Frust zu ersparen, erstelle ich Modellieranleitungen und schreibe Blogs mit Tipps für den Einstieg:
- Modellieranleitungen
- Blog: Marzipan modellieren - Tipps, Techniken und kreative Ideen
- Blog: Marzipanfiguren selber machen - so gelingt's!
- Blog: Marzipan modellieren im Sommer - eine kleine Herausforderung
Mit Hilfe, sei es durch Anleitungen oder mit Geräten, macht es einfach mehr Spass. Und mit dem Erfolg wächst die Motivation, sich
weiterzuentwickeln.
Fazit: Erfolg ist selten Zufall – manchmal ist es nur das richtige Werkzeug
Ja, Übung macht den Meister.
Aber genauso wichtig ist das Werkzeug, mit dem man übt.
Ob beim Backen, Kochen, Basteln oder Sport:
Die richtige Ausrüstung kann den Unterschied machen zwischen Frust und Freude, zwischen
„Ich kann das nicht“ und „Wow – das habe ich gemacht!“



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