Camping in Frankreich: Was, wenn im Mai plötzlich Hochsommer ist

Eigentlich hatten wir Ende Mai 2026 keinen Badeurlaub geplant. Unser Fokus lag vielmehr auf kleinen Städtchen, paar Wanderungen, gutem Essen und dem Besuch von Paris als Highlight. Doch dann kam alles etwas anders: Bereits Ende Mai erwarteten uns in Frankreich Temperaturen von über 30 Grad. Und mit den steigenden Temperaturen wuchs der Wunsch nach Abkühlung.

Das Problem: Die Infrastruktur

Aber wir merkten schnell wie stark Camping und Reiseinfrastruktur noch an klassischen Saisonzeiten hängen. Obwohl sich das Wetter längst wie Hochsommer anfühlte, war vieles schlicht noch nicht bereit dafür.

Einige Campings hatten ihre Pools Ende Mai noch gar nicht gefüllt. Allgemein muss man sagen, dass es bei Pools auf Campings sich eher um Planschbecken für Kinder handelt als Becken in denen sich Erwachsene gerne aufhalten. Auch aufgrund der Wasserqualität, die vermutlich in solchen Pools nicht gerade die beste ist. 

 

Besonders überrascht hat uns jedoch ein Camping direkt an einem See. Eigentlich klang das perfekt für die heissen Tage, bis wir feststellten, dass die offiziellen Badestrände noch geschlossen waren. Warum genau, wissen wir bis heute nicht. Für uns war das jedenfalls kaum nachvollziehbar bei solchen Temperaturen.

Öffentliche Schwimmbäder als Alternative? Nur bedingt

In früheren Ferien hatten wir bereits mehrfach richtig tolle Stellplätze direkt neben öffentlichen Schwimmbädern entdeckt. Damals nutzten wir diese ehrlich gesagt eher praktisch zum Duschen und weniger als klassische Abkühlung.

Deshalb hielten wir auch nach solchen Möglichkeiten ausschau. 

Doch auch hier merkten wir schnell, dass es - jedenfalls in diesem Teil von Frankreich - schwieriger war als erhofft. Gerade in kleineren Orten fanden wir zwar Schwimmbäder, diese hatten jedoch teilweise nur wenige Stunden pro Tag geöffnet. Manche schlossen bereits am frühen Nachmittag oder öffneten erst später am Tag.

Camping und Klima: Eine kleine Herausforderung der Zukunft?

Die Reise zeigte uns, wie stark unsere Gewohnheiten und Infrastrukturen an „typische Jahreszeiten“ angepasst sind. Ende Mai gilt vielerorts eben noch als Vorsaison – unabhängig davon, ob draussen gerade Hochsommer herrscht.

 

Ich würde behaupten wir Camper sind flexibel, die Infrastruktur ist dies aber noch nicht.

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